Vor dem Hintergrund der kurzen Halbwertszeit des medizinischen Wissens, der Forschungsergebnisse der pharmazeutischen Industrie, sowie neuer gesetzlicher Anforderungen ist permanente Fortbildung keine Kür, sondern Pflicht. Ärzte, Apotheker und Pfleger aber auch Betroffene und deren Angehörige erfahren neue wissenschaftliche Erkenntnisse und diskutieren mit den besten Fachleuten der Onkologie. Die ONKOME-Akademie: Intensiv-pragmatische Fortbildungen für Ärzte, Apotheker und Pflegende sowie Betroffene und Angehörige. Relevante Themen, Wissenschaftliche Konzeption, Seminare und Tagungen, kompakt und praxisnah. Wir haben Prof. Mergenthaler begleitet, das Corporate Design entwickelt und den Webauftritt realisiert.

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Herr Prof. Dr. Mergenthaler, was sind die aktuellen Themen im
Bereich der klinischen Onkologie?

Trotz vieler Fortschritte in der modernen Krebstherapie ist der
aktuelle Stand der Therapie noch lange nicht befriedigend.
Die bislang übliche Systemtherapie ist zu ungezielt. Jeder
zehnte Krebspatient könnte einer neuen Studie zufolge aber
eine angemessenere Therapie erhalten, wenn die Diagnose
sich weniger nach dem befallenen Organ richten würde
als vielmehr nach den molekularen und genetischen oder
bestimmten immunologischen Eigenschaften des jeweiligen
Tumors.

Inwiefern?

Zytostatika schädigen gesunde Zellen und Gewebe oft ebenso
wie bösartige. Sie sollen auf empfindliche Tumorzellen zielen,
treffen aber auch auf resistente Zellen. Wenn Substanzen
zielgenauer, effektiver und gleichzeitig effizienter wirken
könnten, so wäre dies sicherlich von Vorteil.

Daran wird geforscht.

Genau. Hieran arbeiten Wissenschaft, forschende Pharmabzw.
Biotechfirmen kontinuierlich, um einen Teil der bösartigen
Erkrankungen erstmals behandelbar zu machen oder
die Therapie bereits behandelbarer Tumorerkrankungen noch
effektiver und zielgenauer, somit sicherer zu machen.
Sie meinen individuelle Therapien?
Die Vision der „personalisierten“ bzw. „individualisierten“ Medizin
ist es, dies zu realisieren – so lautet ihr Versprechen. Für
die personalisierte Medizin gibt es aber nicht nur in der klinischen
Onkologie viele und teilweise unscharfe Definitionen.
Gibt es einen Paradigmenwechsel und wie ist die klinische
Onkologie im Spiegel der neuen Substanzen zu sehen?
Wir versuchen aktuell, sowohl neueste wissenschaftliche
Erkenntnisse aber auch Erfahrungen und Wissen der vergangenen
Jahrzente ebenso in unser Behandlungskonzept zu
integrieren wie bestimmte, auf der Erfahrungs- und Komplementärmedizin
beruhende Therapie- und Steuerungsansätze.
Dieser integrative Ansatz scheint mir der eigentliche Paradigmenwechsel
zu sein. Er beruht allerdings auch auf der sehr
intensiven Beschäftigung und Weiterbildung der Ärzte mit
den modernsten immunologischen und molekularbiologischen
Behandlungsmethoden.

Das klingt nach höheren Ausgaben für die Krankenkassen?

Nicht nur die Krankenkassen und Gesundheitsökonomen
bewegt die Frage, ob die Ausweitung der personalisierten
Onkologie die Gesundheitsversorgung teurer oder im Gegenteil
vielleicht sogar preiswerter, weil effizienter macht.